Vielleicht bist du gar nicht erschöpft vom Leben, sondern davon, ständig jemand sein zu müssen
- corinnadrahm
- vor 8 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Kennst du das Gefühl, dass dein Leben eigentlich gut ist und sich trotzdem etwas nicht richtig anfühlt?
Du funktionierst.
Du gehst arbeiten.
Du kümmerst dich um andere.
Du lachst an den richtigen Stellen.
Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen du innehältst und dich fragst:
„War das jetzt schon alles?“
Nicht, weil du undankbar bist.
Sondern weil du spürst, dass irgendwo auf dem Weg etwas verloren gegangen ist.
Vielleicht sogar du selbst.
Irgendwann haben wir aufgehört, auf uns zu hören
Als Kinder wussten wir oft ganz genau, was wir wollten.
Wir haben gelacht, wenn uns danach war.
Geweint, wenn etwas weh tat.
Wir waren neugierig.
Lebendig.
Mit den Jahren kamen Erwartungen hinzu.
“Sei vernünftig.”
“Reiß dich zusammen.”
“Mach es allen recht.”
Und irgendwann wurden die Stimmen im Außen lauter als unsere eigene.
Wir begannen, uns anzupassen.
Nicht, weil wir schwach waren.
Sondern weil wir dazugehören wollten.
Das Tragische daran ist:
Je besser wir funktionieren, desto weniger fällt auf, wie schlecht es uns manchmal geht.
Niemand sieht die Gedanken am Abend.
Niemand spürt die Erschöpfung hinter dem Lächeln.
Niemand merkt, wie oft du dich fragst, ob du eigentlich noch glücklich bist.
Und irgendwann glaubst du selbst, dass alles in Ordnung sein müsste.
Schließlich klappt doch alles.
Oder?
Vielleicht musst du gar nicht stärker werden
Viele Menschen glauben, sie müssten sich nur noch mehr zusammenreißen.
Noch disziplinierter sein.
Noch belastbarer.
Ich glaube etwas anderes.
Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Stärke.
Vielleicht brauchst du endlich wieder Erlaubnis.
Die Erlaubnis,
langsamer zu werden.
Grenzen zu setzen.
Nicht perfekt sein zu müssen.
Zu fühlen, was da ist.
Und dir selbst zuzuhören.
Ich wünsche mir eine Sache für jeden Menschen
Dass wir irgendwann aufhören, unser Leben nach Erwartungen zu gestalten.
Und anfangen, es nach unseren eigenen Werten zu leben.
Nicht laut.
Nicht egoistisch.
Sondern ehrlich.
Denn ich glaube, dass genau dort Lebendigkeit entsteht.
Nicht in einem perfekten Leben.
Sondern in einem echten.
Vielleicht beginnt Veränderung heute
Nicht mit einer großen Entscheidung.
Nicht mit einem radikalen Neuanfang.
Sondern mit einer einzigen Frage.
Wann hast du dich das letzte Mal gefragt, wie es dir wirklich geht und dir erlaubt, der Antwort zuzuhören?
Vielleicht musst du dein Leben gar nicht komplett verändern.
Vielleicht reicht es, wieder anzufangen, dir selbst zu begegnen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Manchmal verlieren wir den Kontakt zu uns selbst so langsam, dass wir es erst bemerken, wenn unser Körper oder unsere Seele nicht mehr mitmachen.
In der systemischen Therapie geht es für mich nicht darum, dir zu sagen, wie dein Leben aussehen sollte.
Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, was sich für dich stimmig anfühlt.
Denn ich bin überzeugt:
Das größte Geschenk, das wir uns selbst machen können, ist nicht ein perfektes Leben, sondern ein Leben, in dem wir uns selbst nicht mehr verlieren.



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