Dein Selbstwertgefühl entscheidet mit darüber, wie du dein Leben erlebst
- corinnadrahm
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Warum psychische Gesundheit oft dort beginnt, wo wir unseren eigenen Wert wiederentdecken.
Es gibt Menschen, die leisten jeden Tag Unglaubliches.
Sie kümmern sich um andere, übernehmen Verantwortung, funktionieren im Beruf, sind für Familie und Freunde da.
Und trotzdem gehen sie abends mit dem Gefühl ins Bett, nicht genug gewesen zu sein.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Nicht, weil dir jemand gesagt hat, dass du nicht ausreichst.
Sondern weil diese Stimme längst in dir selbst wohnt.
Sie fragt:
“War das heute wirklich gut genug?”
“Hättest du nicht mehr schaffen müssen?”
“Warum bekommst du das nicht so hin wie die anderen?”
Diese Gedanken wirken oft unscheinbar.
Doch sie begleiten viele Menschen über Jahre und beeinflussen weit mehr, als ihnen bewusst ist.
Selbstwertgefühl ist nicht dasselbe wie Selbstwert.
Ein wichtiger Unterschied wird häufig übersehen.
Dein Selbstwert ist nicht veränderbar.
Er beschreibt den Wert, den jeder Mensch allein dadurch besitzt, dass er existiert.
Er muss nicht verdient werden.
Er steigt nicht durch Erfolg.
Und er sinkt nicht durch Fehler.
Das Selbstwertgefühl hingegen beschreibt, wie du deinen eigenen Wert wahrnimmst.
Es entsteht durch Erfahrungen, Beziehungen und die Art, wie wir gelernt haben, mit uns selbst zu sprechen.
Deshalb können zwei Menschen objektiv dieselben Fähigkeiten besitzen und sich dennoch völlig unterschiedlich erleben.
Ein geringes Selbstwertgefühl ist oft leise.
Viele stellen sich darunter Unsicherheit oder Schüchternheit vor.
Doch häufig zeigt es sich ganz anders.
Vielleicht erkennst du einige dieser Gedanken wieder:
Du entschuldigst dich, obwohl du nichts falsch gemacht hast.
Du vergleichst dich ständig mit anderen.
Lob kannst du nur schwer annehmen.
Du hast Angst, Menschen zu enttäuschen.
Du glaubst, erst leisten zu müssen, bevor du dir Ruhe erlaubst.
Du bist sehr mitfühlend mit anderen, aber erstaunlich streng mit dir selbst.
Von außen wirkt das oft wie Ehrgeiz oder Hilfsbereitschaft.
Innerlich kostet es jedoch unglaublich viel Kraft.
Der Zusammenhang mit psychischer Gesundheit
Unser Gehirn glaubt irgendwann das, was wir ihm jeden Tag erzählen.
Wenn dein innerer Dialog überwiegend aus Selbstkritik besteht, lebt dein Körper dauerhaft in Anspannung.
Nicht, weil ständig etwas Schlimmes passiert.
Sondern weil du dich selbst permanent bewertest.
Mit der Zeit können daraus Erschöpfung, Ängste, depressive Verstimmungen oder chronischer Stress entstehen.
Nicht, weil du zu wenig belastbar bist.
Sondern weil es unglaublich anstrengend ist, jeden Tag gegen sich selbst zu kämpfen.
Heilung beginnt selten mit mehr Leistung.
Viele Menschen versuchen, ihr Selbstwertgefühl durch Erfolg zu verbessern.
Sie arbeiten noch mehr.
Sie helfen noch mehr.
Sie versuchen noch perfekter zu sein.
Doch Selbstwertgefühl wächst nicht dadurch, dass wir immer mehr leisten.
Es wächst dort, wo wir anfangen, uns selbst anders zu begegnen.
Mit mehr Verständnis.
Mit mehr Mitgefühl.
Und mit der Erkenntnis:
Ich muss meinen Wert nicht erst beweisen.
Eine Frage zum Schluss
Vielleicht besteht deine größte Aufgabe gerade nicht darin, noch besser zu werden.
Vielleicht besteht sie darin, endlich aufzuhören, gegen dich selbst zu kämpfen.
Denn psychische Gesundheit beginnt oft nicht damit, dass sich unser Leben verändert.
Sondern damit, dass sich die Beziehung zu uns selbst verändert.
Impuls zum Mitnehmen
Du bist nicht wertvoll, weil du viel leistest.
Du leistest oft so viel, weil du vergessen hast, dass du bereits wertvoll bist.



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